Unsere langjährigen Mitglieder, allen voran unser unvergessener Vorsitzender Harald Wukasch haben ihr Wissen auch oft in schriftlicher Form weitergegeben, sei es durch Veröffentlichungen in Fachzeitschriften, aber auch in den Programmheften unseres Vereins, die es vor einigen Jahren noch in gedruckter Form gab. Einige dieser Texte sind hier im Folgenden wiedergegeben:

DAS AQUARIUM
Ein gut eingerichtetes Aquarium ist immer ein Anziehungspunkt zum Verweilen.
Egal ob in öffentlichen Einrichtungen oder im Wohnzimmer kann man die wunderbare Welt
unter Wasser beobachten.
Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen fördert das Aquarium den Stressabbau
und wirkt beruhigend. Viele Menschen finden darin auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.
Kann man doch die Fische in ihrem Verhalten beobachten und bei guter Pflege
die Fortpflanzung einzelner Arten miterleben. Die Artenvielfalt bietet heute für Jeden
die Möglichkeit, sich sein Aquarium einzurichten und der richtige Platz findet sich sicher
auch dazu.
Zu keiner Zeit waren Aquarien weiter verbreitet als heute und es wächst die Zahl der Menschen,
denen die Beschäftigung mit einer gut gestalteten Unterwasserlandschaft und dazu passenden
farbenprächtigen Zierfischen zum Bedürfnis wird.
Die Aquarienpflege soll ein Vergnügen sein, Freude, Erholung und mühelose Vermittlung
wissenschaftlicher Erkenntnisse. Eines müssen wir dabei immer beachten, ganz ohne Ausdauer
und liebevolles Bemühen geht es nicht. Ist es doch ein Stück lebende Natur, das mit dem
Aquarium in unsere Hand gegeben ist. Mit der heutigen modernen Technik wird das Einrichten
eines Aquariums leicht gemacht. Größe und Form gibt es nach seinen Möglichkeiten.
Die Aquarientechnik ist sicher und pflegeleicht, so dass unter anderem Stromverbrauch und
Wasserbedarf je nach Art der Aquarien gering sind. Das war nicht immer so. Schon vor über
200 Jahren beschäftigten sich Menschen mit der Vivaristik (Überbegriff der Tier- und
Pflanzenhaltung in natürlich einrichteten Vitrinen mit und ohne Wasser).

Bahnbrechend für die Aquaristik war Emil Adolf Roßmäßler 1856 mit seinem berühmten Artikel
"Der See im Glas".
Der Arzt und Forscher FRIEDRICH FULLEBORN von 1898 bis 1899 in Langenburg im Norden des heute bekannten Malawisees in Ostafrika machte erste zeichnerische Aufzeichnungen. Aber auch nach Südamerikas Amaozonasgebiet führten Forschungsreisen. 1840 wurde von JACOB HAECKEL erstmals der Symphysodon discus (Echter Diskusbuntbarsch) beschrieben.
Der wohl älteste Zierfisch aus den Tropen in unseren Aquarien ist auch heute noch zu sehen
und wird bei vielen Zoofachhändlern angeboten: der Macropodus opercularis (Makropode,
auch Paradiesfisch genannt). Er stammt aus Süd-Ostasien, China, Vietnam, Korea und wurde schon
1857 von LINNAEUS beschrieben.
All das sollte doch auch Ihr Interesse an dieser schönen Beschäftigung geweckt haben.
Versuchen Sie es doch mal.
Ein anderes Mal mehr darüber.
Text: Harald Wukasch

Aquaristik - ein schönes Hobby !
in unserer Stadt gibt es viele Menschen, welche sich mit dem schönen Hobby - Aquaristik - beschäftigen. Dies merken wir immer wieder an den Besuchern unserer monatlichen Zierfisch- und Wasserpflanzenbörse.
Es ist jedoch bedauerlich, dass so wenige interessierte Aquarianer den Weg zu unserem Verein finden.
Die Mitgliedschaft im Verein hat nur Vorteile.
So ist man bei den Vereinsabenden unter Gleichgesinnten und es besteht immer die Möglichkeit, aquaristische Probleme zu erörtern.
Durch die Mitgliedschaft im Verein ist man automatisch auch Mitglied im VDA.
Hier besteht der Vorteil darin, dass jedes Mitglied mit seinen Aquarien haftpflichtversichert ist und vierteljährlich eine Zeitschrift erhält.
Weiterhin haben wir im Verein eine Fachbibliothek und eine Zeitschriftensammlung, welche allen Vereinsmitgliedern zur Verfügung steht.
Wer bei uns Mitglied ist, muß nicht unbedingt Fische züchten. Wer dies jedoch tut, hat die Möglichkeit , selbige bei unseren Börsen abzusetzen.
Da wir Aquarianer eine große Familie sind und wir natürlich auch zu anderen Vereinen gute Kontakte pflegen, besteht die Möglichkeit, an Fische zu gelangen, welche im Handel nur schwer erhältlich sind.
Wir pflegen mit einem Verein in Tschechien gute Beziehungen und besuchen uns jährlich gegenseitig.
Auch die Beitragssätze sind für jedermann erschwinglich.
Natürlich treffen wir uns auch einmal jährlich zu einem geselligen Beisammensein.
Schauen Sie doch bei einem der nächsten Vereinsabende ganz unverbindlich bei uns herein.
Ein Besuch bei uns kostet nichts und Sie sind um einige Erfahrungen reicher.
Wir freuen uns über jeden Gast, welcher unsere Veranstaltungen besucht.
Sollte es Ihnen bei uns gefallen, was wir natürlich hoffen, können Sie gern bei uns Mitglied werden. Von dem reichhaltigen Schatz an Erfahrungen unserer alten Hasen können Sie nur profitieren.
Dieter Hoyer
- Geschäftsführer-

Ein schönes Aquarium – aber wie ?
Sie haben sich entschlossen ein Aquarium aufzustellen.
Dieses Stück tropische Unterwasserwelt in der Wohnung oder Geschäftsraum wirkt sehr dekorativ und begeistert immer wieder auch aufs Neue. Durch die richtige Wahl der Form und Größe des Aquariums und der richtigen Gestaltung wird es bald zu einer besonderen „tropischen Note“.
Für welche Fischarten Sie sich entscheiden, ist von Anfang an wichtig, nicht alle Aquarienfischarten passen zueinander. Da gibt zum Beispliel sehr kleine Schwarmfische, wo man mit 15 bis 20 Tiere anfangen sollte, besonders groß werdende Arten, die man paarweise oder in kleinen Gruppen pflegt und
Arten die eine besondere Haltung brauchen. Doch „Halt“, bevor Sie in das nächste Zoofachgeschäft gehen und dort all das kaufen, was man ihnen anbietet, einige Ratschläge von mir wie Sie ihr Projekt verwirklichen.
Der richtige Standort ist mit das wichtigste beim Aufstellen eines Aquariums. Das Aquarium sollte nicht gegenüber vom Fenster stehen, die Aufstellung rechtwinklig zum Fenster ist vorzuziehen. Auch an anderen beliebigen Stellen im Zimmer, wo möglichst kein Tageslicht auf die Sichtscheibe kommt, kann das Aquarium stehen. Am künftigen Standort sollte ein Stromanschluss in der Nähe sein oder zumindest leicht herzustellen sein. Die Sichthöhe sollte so gewählt werden, damit man im Sitzen bequem in das Aquarium schauen kann. Planen sie den Standort sorgfältig, steht das Aquarium erst einmal, ist es schwer und man hat viel Arbeit, es umzustellen.
Auch über Form und Größe sollte man sich Gedanken machen. Wichtig ist dabei,die vorhandene Fläche optimal zu nutzen. Bedenken Sie, ein kleines Aquarium braucht im allgemeinen mehr Pflege als ein großes.
Nun sind Ihre Ideen gefragt, Formen und Größe von Aquarien gibt es viele, auch für welche Fischarten Sie sich entscheiden ist mit zu beachten. Haben Sie dennoch Zweifel, dann beraten Sie sich mit
einen erfahrenen Aquarianer oder wenden sie sich an einen Aquarienverein, die beraten sie sicher gern.
Heutzutage ist es praktisch, eine Aquariumkombination bestehend aus Unterschrank, Aquarium und Abdeckung mit Beleuchtung zu kaufen. Einmal ist man damit sicher den heutigen Sicherheitsstandards zu
entsprechen, und es findet sich das zur Räumlichkeit Passende. Andererseits vermeidet man Fehler, wenn man nicht die handwerklichen Kenntnisse hat. Achten Sie darauf, ein Markenfabrikat mit Garantie zu kaufen. Vergleichen Sie bei verschiedenen Anbietern, es lohnt sich. Ich empfehle Ihnen für den Anfang ein Aquarium von mindestens 80cm bis 100cm Kantenlänge oder mindestens 100 Liter Wasserinhalt. Solche Aquarien sind überschaubar und lassen sich gut einrichten.
Jeder Aquarianer, der die einfachen Grundregeln verstanden hat, kann selbst ein schönes Aquarium einrichten und betreiben. Je größer das Aquarium ist, um so weniger Ärger wird es ihnen bereiten.
Das ist eine uralte Erfahrung.
Text : Harald Wukasch

Aquarientechnik – ein Muss?
Eine Grundausstattung der Aquarien mit Filter, Heizung und Thermometer ist notwendig.
Die meisten Aquarienfische benötigen mehr oder weniger warmes, sauberes und sauerstoffreiches Wasser. Damit das Wasser die richtige Temperatur bekommt, verwendet man am besten einen regelbaren Stabheizer mit Kontrolllampe. Die Leistung des Heizstabes richtet sich nach der Raumtemperatur und der Wassermenge im Aquarium. Bei einer Raumtemperatur von 18°C oder mehr rechnet man 0,5 Watt je 1 Liter Aquariumwasser. Das Wasser sollte je nach Fischart eine Temperatur von etwa 25°C haben. Ein Thermometer zum Überprüfen der Wassertemperatur wird an der am weitesten von der Heizung entfernten Stelle im oder am Aquarium gut sichtbar angebracht. .
Bei der Filtertechnik gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Wasser sauber zu halten.
Mit handelsüblichen Innenfiltern kann gearbeitet werden, wenn die Zeit zum Reinigen der Filter gegeben ist und dabei keine Störungen bei den Fischen zu erwarten sind. Die meisten Innenfilter sind Schnellfilter und deren Schaumstoffmaterial muss je nach Verschmutzung mehrmals in der Woche gereinigt werden.
Die handelsüblichen Außenfilter sind nach meinen Erfahrungen eine bessere Variante, das Aquarium zu reinigen. Hier habe ich die Möglichkeit, durch den außerhalb des Aquariums stehenden Filtertopf ohne einen Eingriff in das Aquariumleben zu arbeiten. Bei richtigen Einbau der Ablauf- und Einlaufrohre erreicht man eine bessere Umwälzung des Wassers als mit einen Innenfilter. Der Filtertopf kann unter oder neben dem Aquarium stehen. Mittels Absperrhahn oder meist schon eingebauter Absperrtechnik wird er vom Zuleitungssystem getrennt und kann gereinigt werden. Wie oft, das muss man testen. Aber mindestens einmal im Monat bei einer Reinigung des Aquariums ist die Reinigung des Außenfilters zu empfehlen, je nach Fischarten und Anzahl der Fische.
Welche Leistung sollte der Außenfilter haben ?
Da gehen die Meinungen auseinander, nach Erfahrungen vieler Aquarianer und Fachleute sollte die Pumpenleistung (Liter je Stunde) mindestens der Wassermenge im Aquarium entsprechen.
Als Filtermaterial verwendet man am besten dafür geeigneten Schaumstoff (grob und fein) mit dafür angedachten Keramikröhrchen. Bei Fischarten, die sauerstoffreiches Wasser benötigen, sollte
zusätzlich mit einer Membranpumpe, ein paar Meter Luftschlauch und ein Ausströmerstein Luft in das Aquarium eingebracht werden.
Wichtig ist, bei allen technischen Hilfsmitteln auf Sicherheit, gute und einfache Bedienung und
lange Lebensdauer zu achten. Einen regelmäßigen Blick auf die Funktion der Technik sollte man einplanen.
Mit der notwendigen Aquarientechnik sind die Grundvoraussetzungen geschaffen ein Aquarium ohne viel Arbeitsaufwand zu betreiben und einen hohen Schauwert zu erreichen.
Weitere Technik kann, aber muss nicht sein, das hängt von den speziellen Vorstellungen des Aquariums ab.
H.Wukasch

FISCHKAUF NICHT AUFS GERATEWOHL !
Gesellschaftsbecken sind die am weitesten verbreitete Form des Aquariums.
Oft ein Sammelsurium von vielen Fischarten, die aus irgendeinem Grund das Interesse des Aquarianers geweckt haben. Ein Gesellschaftsaquarium sollte aber nicht völlig wahllos mit Fischen besetzt sein, da kann es bald böse Erfahrungen geben. Bei der Auswahl der Fische nutzen Sie die fachkundige Beratung der Zoofachhändler oder eines erfahrenen Aquarianers und studieren Sie die Fachliteratur.
In vielen Zoofachgeschäften steht man vor der angebotenen Artenvielfalt der Aquarienfische und kann sich nicht entscheiden. Natürlich sollte man sich seine Fische ganz nach eigenem Geschmack und je nach Größe und Einrichtung des Aquariums zusammenzustellen.
Es empfiehlt sich, vorher eine Liste mit Wunschfischen zusammenzustellen.
Dennoch gibt es einige Faustregeln für den Erstbesatz, die für den Anfänger durchaus hilfreich seien können. Wichtig sind Kenntnisse über das Verhalten der Fische zu haben und die Endgröße der Aquarienfische zu wissen. Nicht alle Fischarten können in einem Gesellschaftsaquarium gepflegt werden. Die meisten Aquarienfische sind jedoch gesellige Tiere, da gibt es typische Schwarmfische von denen man je Art mindestens 10 Tiere pflegen sollte (z.B. Neonsalmler, Keilfleckbarbe, Kardinalfische). Andere Arten werden in kleinen Gruppen von mindestens 5 Tieren gehalten (z.B. Guppys, Platys, Zwergpanzerwelse). Einige Aquarienfische leben wieder paarweise zusammen (z.B. Zwergbuntbarsche). Es gibt aber auch spezielle Fischarten mit besonderem Verhalten, die nicht in ein Gesellschaftsbecken gehören. Manche Arten sind Pflanzenfresser oder räuberisch lebende Arten, andere stellen bestimmte Bedingungen an Wasserwerte und Einrichtung. Diese sollten dann in speziell eingerichteten Aquarien gepflegt werden. Aber pflege nie einen Aquarienfisch als Einzeltier!
Auch die Lebensweise der Aquarienfische ist zu beachten, da gibt es Oberflächenbewohner, Fischarten, die sich mehr im mittleren Bereich aufhalten und Aquarienfische, die im Bodenbereich leben. Wenn Sie es richtig munter haben wollen, empfehle ich Barben, Salmler oder lebendgebärende Zahnkarpfen zu pflegen. Sollten es etwas ruhiger im Aquarium sein, dann sind Fadenfische, Skalare oder Regenbogenfische das Richtige. Auch ein gut eingerichtetes Aquarium mit verschiedenen Buntbarschen, die sich miteinander vertragen, kann ein schönes Gesellschaftsbecken sein (z.B. ein Aquarium mit Malawiseecichliden).
Das alles ist aber nur eine kleine Auswahl von Tipps für eine Erstbesetzung eines Aquariums. Wichtig ist es, die Aquarienfische als Jungfische in das Aquarium zu setzen, auch wenn sie meistens erst mit Geschlechtsreife ihre schönsten Farben zeigen. Jungfische gewöhnen sich besser an die Einrichtung, man hat länger Freude an ihnen und sie sind meist auch preiswerter als erwachsene Exemplare. Vermeiden Sie aber Überbesetzung. Später kann man immer einige Fische dazu setzen. Erst nach ein paar Tagen werden Sie die ganze Schönheit der Fische beobachten können.
Text und Tabelle von Harald Wukasch
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2 Beispiele für Erstbesetzung eines 100 Liter Aquariums
1. 12 Stück Neonsalmler (Paracheirodon innesi)
10 Stück RoterPhantomsalmler(Megalamphodus sweglesi)
5 Stück Papageien-Platy (Xiphophorus varitus)
5 Stück Zwergpanzerwels (Corydoras panda)
2. 5 Stück Mosaikfadenfische(Trichogaster leeri)
5 Stück Zwergfadenfische (Colisa lalia)
8 Stück Prachtguppy (Lebistes reticulatus)
2 Stück Zebraschmerle (Botia striata)

DAS ETWAS ANDERE AQUARIUM
Auch wenn ein Gesellschaftsaquarium gut eingerichtet ist und schön aussieht, bleibt es doch immer ein Sammelsurium verschiedener Aquarienfischarten. Betrachtet man ihre Herkunft, dann hat man immer Arten vereinigt, die eigentlich über Kontinente entfernt ihre natürliche Heimat haben. Diese haben jedoch die in den Zoofachgeschäften erhältlichen Aquarienfische nie gesehen. Bei vielen Arten der Tierhaltung geht man heute dahin, die zu pflegenden Tiere möglichst in einer naturnahen Umgebung zu halten. Die moderne Aquaristik ist auch auf diesem Weg. Oft liest man in Fachzeitschriften oder Internet etwas über BIOTOPAQUARIEN oder NATURAQUARIEN. Eigentlich ist das ja auch der richtige Weg, unsere Aquarienfische in optimalen Bedingungen zu beobachten und mit etwas Glück zu vermehren. Bei richtiger Gestaltung mit den zusammengehörenden Fischen und Pflanzen, dazu die richtige Dekoration, kann ein Biotopaquarium ein schöner Ausschnitt aus der Natur werden.
Bei den Biotopaquarien werden Aquarienfische und Pflanzen aus einer bestimmten Region zusammengebracht. Das Betätigungsfeld ist sehr groß, denn man kann sich eine bestimmte Region (Amazonasgebiet) oder ein bestimmtes kleines Gebiet wie z.B. Venezuela (Rio Orinoco), aber auch Aquarienfische aus einen bestimmten See wie den Malawisee im Aquarium einrichten.
Ein Amazonasaquarium mit etwa 250 Liter könnte so eingerichtet werden: Der Bodengrund sollte feinkörnig und dunkel sein. Eine große Wurzel wird rechts oder links ins Aquarium gebracht. Bepflanzt wird es im Hintergrund mit Ludwigien, Cabomba, Myriophyllum und große einzelnen Amazonasschwertpflanzen wie Echinodorus amazonicus, E.barthi, E.pacucalatus und andere. Von der Mitte bis Vordergrund werden kleinbleibende Pflanzen wie Echinodorus tenellus, E. Intermedius in größeren Mengen sowie als Einzelpflanze Echinodorus horizontalis gepflanzt. Ein paar flache Steine können die Dekoration noch ausfüllen. Als Aquarienfische setzen wir hinein: 15 Rotkopfsalmler (Hemigrammus bleheri), 10 Schmucksalmler (Hyphessobrycon bentosi bentosi), 20 Neonsalmler (Paracheidon innesi), 5 Metallpanzerwelse (Corydoras aeneus) und 2 Männchen mit 4 Weibchen Agassiz-Zwergbuntbarsch (Apistogramma cf. Agassizii).
Das Naturaquarium ist schon was Besonderes und hat bei richtiger Einrichtung einen hohen Schauwert. Hierbei geht es als Erstes um die dekorative Einrichtung mit Pflanzen, Wurzeln und anderen Dekorationsmaterial. Die dazu passenden Aquarienfische stehen an zweiter Stelle. Aquarianer, die so
ein Aquarium gesehen haben, wünschen sich, solch eins mal selber einzurichten. Aller Anfang ist schwer, aber der Erfolg wird belohnt. Ein Spezialist der Naturaquarien ist Takashi Amano mit seinen Informationen zu den herrlichen Japanischen Naturaquarien. Von ihm gibt es das Buch „Naturaquarien“ vom Bede-Verlag. Mit seiner Anleitung lässt sich ein Naturaquarium gut einrichten. Trauen Sie sich an das Projekt !
Die Größe des Aquariums ist nicht so sehr wichtig, aber kleinere Aquarien sind aufwendiger zu pflegen. Ein Gestaltungsplan sollte zum Leitfaden bei der Einrichtung werden. Hier sollten auch die Grundregeln eines Biotopaquariums Beachtung finden. In einem Naturaquarium mit vorwiegend Cryptocorynen sollten dann Aquarienfische aus Süd-Ost-Asien wie z. B. Labyrinthfische schwimmen.
Text: Harald Wukasch